17.09.2005 Teilnahme am Thüringencontest unter DLØTHR

In jedem Jahr am 3. Samstag im September findet der Thüringen-Contest statt. Unser Ortsverband hatte beschlossen, sich diesmal sehr aktiv an diesem Wettbewerb zu beteiligen. Rainer DG1ASL, Uwe DL1FLY, Gert DL5ARG und Torsten DL4APJ wollten an diesem Tag unter dem Distriktscall DL0THR vom Reuster Turm (JO60CT) auf 3,5 / 144 / 430 MHz jeweils in SSB QRV sein.

Die letzten Tage vor dem Contest waren geprägt von Vorbereitungen, Equipment zusammenstellen und -tragen, Software einrichten usw.
Beim Aufbau der Antennen am Freitagnachmittag stellte uns Wettergott PETRUS auf eine harte Probe: vor dem intensiven Dauerregen kapitulierte nach einiger Zeit jede Regenbekleidung, und auch die Wiese nördlich vom Turm und seinem Nebengebäude war schon ziemlich durchgeweicht. Naja, aber es blieb uns ja nichts anderes übrig: der 80m-CW-Teil des Thüringencontests beginnt nun mal um 06:00 UTC (08:00 Uhr MESZ), und da sollte man nicht erst am Samstagmorgen anfangen, die Antennen zu testen…
Jedenfalls waren wir am Freitagabend dann zwar ziemlich nass, aber trotzdem zufrieden, dass alles soweit nach unseren Vortstellungen hergerichtet war, und teilten noch kurz folgende „Funkschichten“ ein:

Gert, DL5ARG, funkt unter eigenem Call im 3,5 MHz-CW-Teil des Wettbewerbs (für diesen Teil hatten wir das THR-Call nicht beantragt – wir wollten uns nicht unbedingt die Verpflichtung des frühen Aufstehens auferlegen, hi…) ,
Torsten, DL4APJ, aktiviert DLØTHR auf 3,5 MHz in SSB,
Uwe, DL1FLY, nimmt sich den größten Brocken vor: 144 MHz SSB und
Rainer, DG1ASL, bringt DLØTHR auf 432 MHz in SSB in die Luft.

Samstagmorgen, 7:40 Uhr MESZ trafen sich Gert, Uwe und Torsten wieder am Turm: froh, dass der Mast noch steht (nach Info des Turmvereins treiben sich nachts immer mal Vandalen am Turm herum, aber denen war das Wetter am Freitagabend zum Glück auch zu ungemütlich, hi…) und auch froh, dass der Morgen zwar recht kalt (+5°C), aber zumindest trocken war.

Also dann: alle Geräte angeschlossen, Logsoftware gestartet, und schon gings los. Die ersten Minuten brauchten wir noch, um uns in CW „einzuhören“, aber dann lief es recht gut. Das Stationsangebot war gut, Gert konnte 20 Stationen aus 13 Thüringer DOKs arbeiten. Dann fliegender Wechsel, Taste beseite geschoben, Microphon angeschlossen, und weiter ging es:  auf 80m in SSB mit Torsten, DL4APJ, als Operator – am Ende dieser Stunde standen 57 QSOs und 23 Thüringer DOKs als Multi im Log.

Die nächsten beiden Stunden verbrachten wir mit Antennenexperimenten und der Aufnahme von SWR-Diagrammen des verwendeten paralleldrahtgespeisten Dipols auf verschiedenen Amateurfunkbändern. Danach wurde der KW-Dipol gegen die kombinierte 2m/70cm-Yagi ausgetauscht und ein paar Test-QSOs gefahren. Die Antenne war fest nach Westen ausgerichtet, denn in dieser Richtung befanden sich die meisten unserer potentiellen QSO-Partner. 57-Rapporte aus dem Eichsfeld (DFØCI) und aus Südthüringen zeigten uns, dass die Antenne wohl unsere Erwartungen erfüllen würde. Uwe DL1FLY fuhr während der zwei  Stunden 77 QSOs und verteilte den Sonder-DOK THR an Stationen aus 33 Thüringer DOKs.

Um 16:00 Uhr MESZ dann Start zur letzten Runde: Rainer DG1ASL setzte sich an die Station und legte auf dem 70cm-Band einen Bilderbuchstart hin: 25 Stationen in 15 Minuten – Klasse!!! Allerdings waren auf 432 MHz nicht so viele Stationen wie auf 144 MHz QRV, so dass sich diese rekordverdächtige QSO-Rate nicht bis zum Contestende fortsetzte. Trotzdem hatte Rainer am Ende dieser Stunde 40 QSOs geloggt und 17 Thüringer DOKs gearbeitet.

Fazit am Ende des Tages: es hat allen Beteiligten großen Spass gemacht, der Standort „Reuster Turm“ ist für solche Contestaktionen sehr gut geeignet und hat unsere Erwartungen eigentlich übertroffen. Vielleicht kann man ja auch mal von dort aus an einem anderen Contest teilnehmen – die Rahmenbedingungen sind sehr gut.

Vielen Dank am Peter DJ2AX für die Bereitstellung seines VHF/UHF-Allmode-Transceivers und an Rolf DL2ARH für die Unterstützung beim Mastmaterial sowie an den „Turm- und Verschönerungsverein Reust e.V.“

Torsten, DL4APJ
Hier noch ein paar Bildimpressionen:

27.08.2005 – Rundflug mit Amateurfunkaktivitäten

Dieses Ereignis stand bereits seit Anfang des Jahres in unserem OV-Terminkalender. Uwe, DL1FLY hatte im Vorfeld bei der Behörde die erforderlichen Genehmigungen eingeholt, somit stand von dieser Seite der Unternehmung nichts mehr im Wege. Eine Rundspruchmeldung im THR-QTC erschien eine Woche vor dem geplanten Termin und machte die Amateurfunkgemeinde in Thüringen und darüber hinaus aufmerksam:
Thueringenrundflug mit Amateurfunkaktivitaeten
----------------------------------------------

So es das Wetter zulaesst ist der diesjaehrige Thueringenrundflug am
Samstag, dem 27.August geplant.
Diesmal sollen bei diesem Rundflug auch Amateurfunkaktivitaeten
stattfinden. Der Flug mit einer viersitzigen Piper 28 beginnt um ca. 10:00 Uhr Ortszeit vom Flugplatz Gera-Leumnitz und soll voraussichtlich eine Stunde dauern.
Bei Interesse besteht die Moeglichkeit um 14:00 Uhr noch einmal fuer eine  Viertel-, Halbe- oder eine ganze Stunde zu starten.
Interessenten wenden sich bitte bis spaetestens Freitag, den 26.August an Uwe  per email.
Geplante Aktivitaeten waehrend des Fluges sind natuerlich Landschaftsbeschauung  🙂 und mit freundlicher Genehmigung durch die Luftfahrtbehoerde ist es uns auch moeglich Sprechfunkbetrieb auf  2m und 70cm sowie ATV auf 13cm durchzufuehren. Desweiteren wird zur Verfolgung der Flugroute ein APRS-Signal ausgesendet. Ich hoffe das viele Aeronautikmobil QSO´s gefuehrt werden koennen und bitte gleichzeitig um Verstaendnis, wenn es nicht gleich bei dem ersten Anruf klappt, da wir auf grund unserer Flughoehe Stationen hoeren, die am Boden nicht zu arbeiten sind.

73 de Uwe, DL1FLY

Das Wetter war uns wohlgesonnen, und so trafen sich am Samstag, dem 27.08.2005 Peter DJ2AX, Winfried DL2AWT und Torsten DL4APJ um 09:30 Uhr MESZ am Flugplatz Gera-Leumnitz, um gemeinsam mit „unserem“ Piloten Uwe DL1FLY die letzten Absprachen und Vorbereitungen vor dem Start der Piper 28 (D-ESTB) zu treffen. Die Funkgeräte wurden verstaut, die APRS-Bake DL1FLY-1 in Betrieb genommen (hier kann man die Logdatei anschauen – einfach abspeichern und in UI-View abspielen), und gegen 10:10 Uhr erfolgte dann der Start bei herrlichem Spätsommerwetter.

Die Flugroute führte uns von Gera aus Richtung Westen an der A4 entlang nach Tautenhain (QTH von Peter, DJ2AX) und Hermsdorf (QTH von Torsten, DL4APJ), weiter nach Jena, dann in südwestlicher Richtung über Neustadt, Rudolstadt und Saalfeld Richtung Thüringer Wald, wir betrachteten die Talsperren Leibis, Hohenwarte und Bleiloch von oben und flogen dann in einem weiten Bogen über Auma, Plothen, Weida, Ronneburg mit Wismut-/BuGa-Gebiet wieder zurück nach Gera-Leumnitz, wo wir nach ziemlich genau einer Stunde Flugzeit wohlbehalten wieder festen Boden unter den Füßen hatten.

Unterwegs hatten wir eine Reihe von QSOs auf 144 und 430 MHz, natürlich mit unseren Funkfreunden aus dem OV X20, aber auch nach Arnstadt, Neustadt, Erfurt sowie über das Belziger 70cm-FM-Relais bis nach Potsdam. Auch die Bilder, die Winni DL2AWT auf 2.380 MHz in ATV aussendete, kamen in sehr guter Qualität via ATV-Relais DB0HL auf der Erde an, wie uns Volkmar DL2AWJ im QSO bestätigte.

Am Nachmittag startete Uwe DL1FLY noch einmal zu einer kleineren Runde über Gera, diesmal mit Winfiried DL2AWT, Rainer DG1ASL und Helmut DL1ALT an Bord, wo ebenfalls noch eine Reihe schöner Luftaufnahmen entstanden.

03.06.2005: Amateurfunk-Präsentation zum Schulfest in Untermhaus

An den OV X20 Gera wurde die Bitte herangetragen, anlässlich eines Schulfestes an der 2.Grundschule in Gera-Untermhaus eine kleine Präsentation unseres Hobbies durchzuführen. Gert DL5ARG, Uwe DL1FLY und Torsten DL4APJ waren an diesem heißen Freitagnachmittag vor Ort und führten einen Teil der Möglichkeiten vor, den unser Hobby Amateurfunk bietet: Funkbetrieb auf Kurzwelle in CW, SSB und RTTY sowie auf VHF/UHF/SHF in FM, SSTV und ATV.

Eine ganze Reihe von Schülerinnen und Schülern, aber auch Eltren liessen sich erklären, was wir da so in unserer Freizeit „treiben“, hi, und wir konnten alle Fragen zufriedenstellend beantworten. Besonders interessant für die Besucher waren auch die gezeigten QSL-Karten aus aller Welt, und auch das angebotene Infomaterial wurde gern angenommen.

Torsten, DL4APJ

Wetzsteinwanderung am 21.05.2005

Die Arbeitsgruppe Amateurfernsehen (AG-ATV) des Distriktes Thüringen hatte wie auch schon in den Vorjahren zur Wetzsteinwanderung eingeladen. Der Wetzstein im Thüringer Schiefergebirge beherbert in 792 m über NN die beiden automatischen Stationen DB0REN (70cm-FM-Relais) und DB0REV (ATV-Relais mit Ausgabe auf 3 cm) sowie den Conteststandort des Ortsverbandes Rennsteig X43.

Hier ein kurzer Bericht aus dem Thüringen-Rundspruch (tnx Gerhard, DL2AVK) und einige Bilder (tnx Uwe DL1FLY und Rolf, DL2ARH).

Ca. 25 Teilnehmer zählte die heutige Wetzsteinwanderung zu DB0REN und DB0REV. Das Wetter hatte ein Einsehen mit den wandernden Funkamateuren und blieb verhalten trocken. Einige OMs hatten ihre Geräte mitgebracht und so kam es zu interessanten technischen Gesprächen. Die Versorgung war für alle operativ gesichert. Es war eine insgesamt erholsame Veranstaltung. Herzlichen Dank dem Jochen, DH1NFJ, und Matthias, DG0OKW, für die Ausrichtung.

150 Jahre Kohlebogenlampe in Gera – DKØKTL und der OV X20 waren dabei !

Am 05.11.2004 fand am Geraer Karl-Theodor-Liebe-Gymnasium – wie bereits hier auf unserer OV-Homepage, auf der Webseite des Gymnasiums und auch in der „Ostthüringer Zeitung“ angekündigt – ein bemerkenswertes Experiment statt: 150 Jahre nach dem historischen Ereignis haben Schüler der AG Bogenlampe gemeinsam mit ihrem Physiklehrer Herrn Jaeche eine Kohlebogenlampe aufgebaut, wie sie der „Mechanicus Moritz Jahr“ zur Illumination des Einzuges eines Reussischen Fürsten im Herbst des Jahres 1854 in Gera in Betrieb nahm.

Angeregt wurden die Schüler durch einen Hinweis des Geraer Bürgers Hartmut Dressel, der sich sehr ausführlich mit Regional- und Technikgeschichte befasst und fand, dass diese zu damaliger Zeit herausragende Leistung heute kaum bekannt ist und dementsprechend bisher leider wenig Würdigung erfuhr.

Aus der Historie waren relativ genaue Angaben über den Aufbau des Apparates überliefert, und mit Hilfe unserer Funkfreunde Rainer DG1ASL und Helmut DL1ALT war auch die materielle Basis des Experiments gesichert: Rainer besorgte Kohlestäbe, und Helmut stellte zwei große LKW-Batterien als Stromquelle zur Verfügung.

Und so konnte der Versuch starten: etwa 60 Lehrer und Schüler, Eltern und Funkamateure erlebten eine interessante halbe Stunde auf dem Schulhof des Liebe-Gymnasiums. Nach stimmungsvoller Einleitung durch eine Videovorführung, die die Einbettung des Ereignisses in eine Reihe anderer historischer Begebenheiten zeigte, sprach Peter DJ2AX über das Anliegen der Veranstaltung. Herr Dressel brachte im Anschluss einen kurzen Abriss zum Leben des Geraer Unternehmers Moritz Jahr, und dann startete der eigentliche Versuch.

Alles funktionierte sehr gut, auch wenn viele – sicher aufgrund der historischen Beschreibung („…heller Lichtschein bis zum Hainberg…“) – und der Sicherheitsvorkehrungen und -belehrungen mit einer weitaus größeren Lichtintensität gerechnet hatten.

Hier ein paar Bilder, die den Versuchsaufbau und den Verlauf des Experimentes zeigen (zum Vergrößeren bitte anklicken):

Die örtliche Presse (OTZ) berichtete am 06.11.04 über das Experiment am Liebe-Gymnasium (zum Vergrößern bitte anklicken):

Im Eingangsbereich der Schule hatten die Schüler Schautafeln vorbereitet, auf denen einiges zum theoretischen Hintergrund des Experiments zu erfahren war.

Die Schulfunkstation DKØKTL hatte bis zum 05.11.2004 in bereits über 140 Verbindungen die Kunde über dieses Projekt in die Amateurfunk-Welt hinaus getragen. Ein Logbuchauszug, eine Karte mit den Standorten der gearbeiteten Stationen und diverse Kommentare der Funkpartner dokumentierten dies sehr deutlich:

Noch bis zum 21.11.2004 vergibt die Klubstation DKØKTL weiterhin den Sonder-DOK BLØ4 und macht damit das Ereignis weit über die Stadtgrenzen von Gera hinaus bekannt. Die Verbindungen werden mit einer speziellen QSL-Karte beantwortet, die neben einem historischen Bild auch ein Foto des Bogenlampen-Experiments vom 05.11.2004 zeigen wird.
Weiterhin werden Mitstreiter gesucht, die unter DKØKTL diesen Sonder-DOK verteilen wollen: bitte schnell bei Peter, DJ2AX melden !

Vielen Dank an Peter DKØKTL / DJ2AX, Arne DO2ASM und Ralf DO4RD für die Zuarbeiten zu diesem Bericht.
Torsten, DL4APJ

DKØKTL mit Sonder-DOK BLØ4 QRV !

Beginnend am 25.10.2004 vergibt die Klubstation DKØKTL für den Zeitraum von 4 Wochen den Sonder-DOK BLØ4.

Damit wird ein historisches Ereignis gewürdigt, welches 150 Jahre zurückliegt: Im Jahre 1854 wurde erstmals der Einzug eines Reussischen Fürsten in die Residenzstadt mittels einer Kohlefaden-Bogenlampe beleuchtet. Die Lampe befand sich an der JAHRschen Fabrik und leuchtete so hell, dass sogar der Hainberg im Lichtschein sichtbar war. Und das alles wohlgemerkt vor 150 Jahren, wo weder an ein Stromversorgungsnetz bis in jeden  Haushalt noch an eine elektrische Strassenbeleuchtung auch nur im entferntesten zu denken war !

Die Schüler des Karl-Theodor-Liebe-Gymnasiums – und die Klubstation DKØKTL ist an dieser Aktion massgeblich beteiligt! – erforschen derzeit dieses denkwürdige Ereignis sowie seinen technischen Hintergrund und wollen am 05.11.2004 ab 17:30 Uhr den Versuch unternehmen, diese „Stadtbeleuchtung“ nachzuvollziehen. Dazu sind alle Interessierten recht herzlich in das neue Domizil der Schule in der Trebnitzer Str. 18 eingeladen. Für APRSler weist die Bake DKØKTL den Weg zum genauen QTH (zum Hineinzoomen bitte rechten Mausklick auf das Symbol (rotes Häuschen)!).

Weitere Info auf der News-Seite des Liebegymnasiums. Dort findet man auch einen Zeitungsartikel aus der OTZ vom 29.10.2004, der den historischen Hintergrund des Ereignisses detailliert beschreibt.

Verbindungen mit der Klubstation DKØKTL in diesem Zeitraum unter dem Sonder-DOK BLØ4 werden mit einer speziellen QSL-Karte beantwortet, die dann neben einem historischen Bild auch ein Foto des (hoffentlich erfolgreichen!)  Experiments im November 2004 – 150 Jahre nach dem Original-Schauspiel – zeigen wird.

Es werden noch Mitstreiter gesucht, die unter dem Klubstations-Call DKØKTLden Sonder-DOK BLØ4 verteilen wollen: bitte schnell bei Peter, DJ2AX melden !

(tnx für die Info von Peter DKØKTL/DJ2AX)

Torsten, DL4APJ

Funkertag am 12.06.2004: Veranstaltungen am Reuster Turm und an der Käseschenke

Nun mittlerweile fest etabliert findet jährlich am zweiten Samstag im Juni der Funkertag statt, eine bundesweite Veranstaltung, bei der wir unser Hobby der breiten Öffentlichkeit präsentieren. Der OV X20 war an diesem Tag gleich zweifach aktiv: zum einen mit einem kleinen Fieldday am Reuster Turm und als Aktivität der Schulfunkstation DK0KTL an der Käseschenke bei Kaltenborn.

Wettermäßig war der Tag ja eher durchwachsen, was der Sache aber keinen grundlegenden Abbruch tat.Allerdings war natürlich durch das sehr unbeständige Wetter deutlich weniger Besucherverkehr als in den Vorjahren zu bemerken.

Kalle DM3BJ hatte sein Zelt schon am Vortag am Reuster Turm aufgebaut und war die ganze Zeit über auf Kurzwelle QRV.
Dazu gesellten sich am Samstag Erika DL2AYL, Jens DO6AP, Arne DO2ASM, Bernd DC6BK, Ralf DO4RD, Torsten DL4APJ und weitere Funkamateure.

Hier einige Bilder (tnx Erika DL2AYL und Torsten DL4APJ):

DK0KTL BEIM BUNDESFUNKERTAG AM 12.06.04 AUF DEM KÄSEBERG

Steckdose mit Versorgung bei Frau Wirtin auf dem Käseberg westlich von Gera bildeten die verlässliche Basis für den Funkertag der Schulfunkstation DK0KTL. Unter dem Call DN3AG brachten die Newcomer 37 QSOs in ihr Log, fast ausschließlich in SSB auf dem 2m-Band.

Aus dem praktischen Funkbetrieb ergab sich eine Reihe von Fragen:

– Schade, dass keine weiteren DN-Sationen zu arbeiten waren. Ist unser Standort so schlecht?

– Warum sprechen einige erfahrene OMs beim Anruf so schnell oder buchstabieren ihr Call nicht? Am DN-Rufzeichen ist doch zu erkennen, dass wir Anfänger sind. Wir sind doch in der QSO-Party, nicht auf der Flucht!

– Warum gibt es Stationen, die nach Antwort auf unseren CQ-Ruf und abgeschlossenem QSO auf unserer Frequenz CQ rufen?

– Trotz Zwangspause durch den Gewitterguss hat es großen Spass gemacht

– Zur  nächsten Party sind wir wieder dabei, aber vielleicht doch lieber auf Kurzwelle?

Tnx Peter DJ2AX für den Bericht und Uwe DL1FLY für die Bilder !

Internationales Leuchtturm-/Feuerschiff-Wochenende (ILLW) 2003: DKØKTL war dabei !

Wie bereits angekündigt, aktivierte eine Crew von Funkamateuren der Ortsverbände X20 und X25 unter dem Call DKØKTL zum International Lighthouse-/Lightship-Weekend das Leuchtfeuer Peenemünde (FED-189). Hier der Bericht über die Ereignisse am ILLW-Wochenende:

Das Wochenende  begann stürmisch: für Freitag, 15.08.,  war Windstärke 10 angesagt. Trotzdem waren alle im Rahmen der Zeitplanung in Peenemünde angekommen und die Antennen wurden trotz Sturm noch am Nachmittag aufgebaut und unsere Signale waren in der Luft. Für die Kurzwelle standen vier Stationen mit eigenen Antennen zur Verfügung, auf den UKW-Bändern nutzten wir den IC820 auf einem leider viel zu kleinen Mast.

Am Samstagmorgen der Schreck: die erste Busladung Touristen aus dem Technik- und Raumfahrtmuseum wurde angekarrt und wir stellten fest, dass wir direkt auf einer Startrampe der unseeligen V1 aufgebaut hatten, um die Antenne im 90-Grad- Winkel zum zweiten Dipol anzubringen… Der Funkbetrieb wurde dadurch nicht wesentlich gestört.

Die Newcomer Martin und Arne nutzten die 2m-Station, um die Leuchttürme entlang der Ostseeküste abzuarbeiten. Das pile-up auf den KW-Bändern war für die DN3AG-Crew nicht zu bewältigen, so dass nur relativ wenige Ausbildungs-QSOs ins Log kamen. Aber es gab noch jede Menge anderer Sachen an der sehr geschichtsträchtigen Nordküste von Usedom zu entdecken…

Die Versorgung übernahmen die YLs von DL2ASG und DL1ATR, ohne deren Unterstützung wir bestimmt vor den Stationen verhungert oder verdurstet wären!  Martins Vater übernahm an beiden Abenden die anspruchsvolle Aufgabe, für 12 Thüringer zu grillen.  Und Kultur pur am Samstagabend bis Mitternacht brachte Gert, DL5ARG, mit seinen stimmungsvollen Songs und Späßen zur Gitarre.

Am Sonntag wurde schrittweise abgebaut, die meisten mussten am Montag wieder ins QRL. Nur Gert und Stefan mit Familie wollten länger aushalten. Aber die erste Mückeninvasion am Abend führte zu einer fluchtartigen  Demontage der letzten zwei Stationen.
Bilanz: Glück mit dem Wetter, keine Sonnenbrände, keine Sturmschäden. Ein gemeinsam verbrachtes Wochenende, an das alle lange Zeit sehr schöne Erinnerungen knüpfen werden!

Reichlich tausend Stationen haben einen neuen Leuchtturm im Log, nur die wenigsten wissen, dass dieser Turm das Vorbild für den Sandmann-Leuchtturm abgegeben hat. Zwei Newcomer, die hoffentlich erfolgreich im nächsten Halbjahr zur Prüfung gehen werden.

Dank an Stefan, DL1ATR, der die Organisation übernommen hatte, und ohne dessen viele Mühe wir niemals auf diesen exclusiven Standort gekommen wären!

Hier noch ein paar Bilder vom Leuchtturm-Event:

DL4APJ nahm ebenfalls aktiv am Leuchtturm-Event teil. Er war mit YLs und OMs aus X08, X25, X43 und W09 unter DLØMFK vom Lotsenturm Karnin aus QRV. Hier auf der Webseite von DL0MFK der Bericht.